Absage an Landarztquote ist verantwortungslos

 
 

Als verantwortungslos bezeichnet die SPD-Landtagsabgeordnete Johanne Modder (Bunde) die Absage der niedersächsischen Ärztechefin Dr. Martina Wenker an eine von der Landesregierung geplante Landarztquote.

 

Ostfriesland - Die Präsidentin der Ärztekammer Niedersachsen hatte sich bei einem Besuch der ÄKN-Bezirksstelle in Aurich geäußert. "Wir denken uns so etwas nicht zum Spaß aus. Ländliche Regionen sind jetzt schon unterversorgt. Die Kassenärztliche Vereinigung (KVN) hat einen Versorgungsauftrag, den sie erfüllen muss", so Modder, die gleichzeitig Fraktionsvorsitzende der SPD im Landtag ist. Die Landarztquote damit abzutun, dass man jungen Leuten das Leben und Arbeiten auf dem Land nicht zumuten könne, sei völlig verfehlt. "Ärzte zählen nun wirklich nicht zu den benachteiligten Gruppen in unserer Gesellschaft und haben auch eine soziale Verantwortung. Wenn es nach Frau Wenker geht, wird sich gar nichts ändern. Denn es ist nun mal so, dass angehende Ärzte sich eher für Großstädte entscheiden, wenn  sie die Wahl haben." Das Mindeste sei, dass die KVN Alternativen anbietet, wenn sie die Landarztquote ablehnt. Sie stimme Wenker darin zu, dass man die Lebens- und Arbeitsbedingungen auf dem Lande verbessern muss. Aber das tue das Land bereits mit der Einführung der gebührenfreien Kindergartenplätze, dem Ausbau von Ganztagsschulen und der Einstellung neuer Lehrer - um nur einiges zu nennen. Im Übrigen sei das Leben in der sogenanntem Provinz heute schon mehr als lebenswert. Modder: "Die meisten Ärzte, die sich in Ostfriesland niedergelassen haben, sind gerne geblieben. Ich kann der KVN gerne Ansprechpartner nennen, die angehenden Ärzten vom Leben auf dem Lande erzählen.“

 

 


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